Existenzgründer mit ausländischen Wurzeln schaffen 150.000 Jobs

Infos zur ExistenzgründungNach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zieht es in Deutschland lebende Migranten immer mehr in die Selbstständigkeit. Im Jahre 2009 ließen sich fast 11.000 potenzielle Unternehmer mit ausländischen Wurzeln beraten. Zwei  Jahre zuvor waren es erst rund 8.300. Insgesamt 18 Prozent aller Gründungswilligen die bei den Kammern vorsprachen, hatten einen Migrationshintergrund.

Im Jahre 2007 betrug der Anteil noch 14 Prozent. Migranten schufen demnach 2010 rund 150.000 Arbeitsplätze durch Neugründung.

 


Die Erfahrung zeigt, dass Gründungsinteressierte mit Migrationshintergrund einen bedeutenden Beitrag zum Gründungsgeschehen in Deutschland leisten. Auch künftig werden diese Wachstumsimpulse gebraucht, um die demografische Herausforderung zu bewältigen. Es ist anzunehmen, dass es im Jahre 2050 700.000 Selbstständige weniger geben wird, eben wegen der demografischen Entwicklung.

In allen Branchen sind Migranten mit Gründungsvorhaben präsent. Handel und Großhandel sind vorrangig. Dagegen findet man deutsche potentielle Gründer in Dienstleistungen wie Gebäudereinigung und IT-Services. Aufgeteilt in Prozenten, ist in der Industrie der Anteil von Gründern mit und ohne Migrationshintergrund, mit  vier beziehungsweise fünf Prozent fast gleich hoch.

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